Alles Nazis hier…

Nein, natürlich nicht 😉 Tempel und Schreine sind aber hier in Japan alle mit einem Schriftzeichen gekennzeichnet, dass das Hakenkreuz-Symbol am Anfang hat. Eigentlich heißt es hier „Swastika“ und ist das buddhistische Symbol für Glück. Es ist auf allen buddhistischen Tempelstätten zu finden und bezeichnet auf Karten eben auch einen Ort, an dem buddhistische Tempel zu finden sind.

Tja und da Nara die Hauptstadt der Tempel und Schreine ist, haben wir es auf der Tourikarte natürlich überall gefunden 🙂 Unser erstes Ziel am gestrigen Morgen war es nämlich, die Sehenswürdigkeiten in Nara abzulaufen. Das ging ganz gut, unser Hostel war sehr nahe am „Nara Park“ gelegen, der alle Schreine und Sehenswürdigkeiten beinhaltete. „Park“ wäre vielleicht ein wenig übertrieben, es führten ganz normal Hauptverkehsstraßen hindurch (natürlich für die ganzen Touribusse), aber es gab eben auch ein paar (gut gepflegte) Rasenflächen. Bei schönstem Sonnenschein, aber durchaus annehmbar heißen Temeperaturen und einer immer mal wieder erscheindenden leichten Brise, sind wir also das Quartier abgegangen und haben schließlich auch noch den „Großen Buddah“ besichtigt. Der war wirklich beeindruckend! Alles andere haben wir uns hauptsächlich von außen angeschaut, da eigentlich alles Eintritt gekostet hat und den wollten wir uns sparen. Im Prinzip sehen die Schreine ja auch alle gleich aus. Das wäre wie, wenn wir in Deutschland ALLE Kirchen zu einer Sehenswürdigkeit machen würden. Es gibt ein paar große, beeindruckende oder schöne, aber im Grunde sind es eben alles Kirchen. So ist es hier auch mit den Tempeln.

Sika-Hirsche im Nara-Park

Sika-Hirsche im Nara-Park

Tempel im Nara-Park

Tempel im Nara-Park

Big Buddah Hall

Big Buddah Hall

Elli vor der Halle

Elli vor der Halle

Elli und Big Buddah

Elli und Big Buddah

Über den Mittag wurde es uns dann echt zu warm, die Sonne knallte ganz ordentlich, also haben wir uns im Supermarkt mit Essen eingedeckt und sind dann zurück ins Hostel. Da wir noch den ganzen Vormittag vor uns hatten, aber eigentlich in Nara schon alles gesehen hatten, beschlossen wir, ein bißchen in die Berge zu fahren und nach einem netten See oder Gebirgsbach Ausschau zu halten. Nachdem wir uns zwei Stunden durch den Verkehr gequält hatten und gerade mal 50km weit gekommen waren, sind wir auf gut Glück einfach Richtung Berge abgebogen. Leider ohne Erfolg und daher ging es nach einer weiteren Stunde Autofahrt wieder drei Stunden durch den Berufsverkehr zurück.

Dafür haben wir uns dann noch ein leckeres Abendessen gemacht und im Hostel rumgechillt. Wir sind beide zu dem Schluss gekommen, dass wir perfekte Hosteldauergäste wären, die Atmosphäre ist einfach echt angenehm, immer kommt mal jemand neues oder es kommt einer zum Quatschen vorbei. Ansonsten kann man die ganze Zeit in einem gemütlichen Sessel sitzen, lesen und das Treiben um sich herum beobachten. Sehr angenehm ;D

Unsere Couchsurferin hatte uns übrigens (passend zu unserem Glück) im letzten Moment abgesagt, ihre Familie ist „plötzlich“ über Nacht krank geworden… Vielleicht hatte sie aber auch einfach keine Lust und traute sich nicht, es zu sagen. Naja. Nachdem wir dann noch einmal mehrere Anfragen für die ganze Region rausgeschickt hatten, haben wir eine Antwort von Daniel bekommen. Der sei zwar übers Wochenende nicht zu Hause, aber wir könnten sein Haus nutzen. Wow, das klang wirklich traumhaft.

Und da sind wir nun. Es gibt zwar keine Klimaanlage und kein heißes Wasser, aber mit ersterem kommen wir klar uns zweiteres ist nicht wirklich schlimm. Die Küche ist auch ein bißchen renovierungsbedürftig, da bricht auch der Boden ein, aber Daniel hat uns gezeigt, wie man auf dem sichersten Weg zur Spüle kommt und es ist auch nur ein ganz kleiner Bereich, also vollkommen ok! Außerdem gibt es hier Internet und ausreichend Schlafgelegenheiten, was wollen wir also mehr?

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